Familie Grießer
Auf „Du und Du“ mit Kalb und Kuh

Seit rund acht Jahren führen Christine und Peter Grießer ihren Hof in den Wimitzer Bergen im Nebenerwerb. Sanfte Berge, schöne Wälder und saftige Wiesen prägen die naturbelassene Gegend, in der wohl so mancher Fuchs dem Hasen sprichwörtlich „Gute Nacht“ sagt. „Wir lieben es, gemeinsam mit unseren Kindern, im Einklang mit der Natur und unseren Tieren etwas abgeschieden zu leben. Unser Tag beginnt um 5 Uhr morgens. Die Tiere müssen versorgt werden, bevor es für die Kinder in die Schule und für uns in die Arbeit geht“, erzählen die Beiden über ihren Alltag.

Kälber in Mutterkuhhaltung
Am Hof der Familie Grießer leben 14 Kühe der Rasse Fleckvieh. Die Landwirte haben sich auf die Produktion von Kalbfleisch aus Mutterkuhhaltung spezialisiert. Dabei wird so naturnah wie möglich gearbeitet. Die Kälber können in jeder Hinsicht ihre natürlichen Triebe ausleben. Dazu gehören ausreichend Bewegung, das Leben im Herdenverband und die uneingeschränkte Futteraufnahme von Vollmilch, Heu und Getreide.

Hohe Qualität des Kalbfleisches durch artgerechte Tierhaltung
Kalbfleisch ist besonders fein faserig, zart und mager. Wurde lange Zeit die Vorzüge von weißem Kalbfleisch angepriesen, hat mittlerweile ein Umdenken stattgefunden. “Erstklassiges Kalbfleisch kann Farbschattierungen von weiß über hellrosa bis leicht rötlich aufweisen. Durch unsere optimale Haltungsform auf Stroh und die Zufütterung von Heu und Getreide  bereits in den ersten Lebenstagen kommt es zur Einlagerung von Eisen im Muskel und zu einer rötlichen Färbung des Fleisches. Die Kälber sind durch diese artgerechte  Fütterung frohwüchsig und vital”, erklären die Landwirte.

Erholungsphasen für die Tiere
Im Sommer geht es für die Tiere auf die Alm. Von Ende Mai bis Mitte September genießen  sie saftige Gräser und Kräuter auf über 1400m Seehöhe. Für die Kühe ist diese Zeit eine Erholungsphase. Die Kälber werden meistens erst am Ende der Weidesaison auf der Alm  geboren. Bei jedem  Kontrollbesuch, den die Familie regelmäßig bei Ihren Tieren macht,  erleben sie sehr oft eine freudige Überraschung, wenn die neugeborenen Kälber bereits mit den Muttertieren mitlaufen.

„Der kluge Mensch nimmt von der Natur, ohne ihr zu schaden“
“Es gehört zu unserer Lebenseinstellung, unseren Kindern den Umgang als auch die Pflichten gegenüber Tier und Natur nahe zu bringen und weiterzugeben. So öffnen sich die Sinne und schult sich der Verstand. Kein Fernseher und kein Computer können dies ersetzen“, sind sich Christine und Peter Grießer einig.